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Missbrauch (1)
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angelwing



Anmeldungsdatum: 14.11.2002
Beiträge: 11745

BeitragVerfasst am: 21. Feb 2004, 23:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo JexM.

JexM hat folgendes geschrieben:

Wenn Sie die im Netz reichlich vorhandenen Lebensgeschichten der Inzestopfer einmal aufmerksam und bis zu Ende studiert hätten, würden Sie feststellen, daß der Anteil doch recht hoch ist. Auch wenn es nicht zu einem Heimaufenthalt kommt, trifft der erste Teil der Nichtlüge heute mit fast 100%er Sicherheit zu und das bedeutet meistens den unweigerlichen sozialen Abstieg (soweit noch möglich) und jedenfalls das Ende der Familie. Insbesondere letzteres ist älteren Kindern durchaus klar. Daß seriöse Helfer das Problem im Kern genauso sehen, hätten Sie in der "Anzeigenpflicht" Debatte gut beobachten können. Allerdings ist diese Position inkonsequent, weil die bloße Möglichkeit der Nichtanzeige in der gegenwärtigen Situation den Lauf der Dinge letztlich dem Zufall überläßt. Ehrlicher wäre eine Position, die diese Möglichkeit institutionalisierte, mit klaren Zusagen und Mechanismen.


Kinder merken schon in sehr jungen Jahren was der Familie förderlich ist und was nicht. Die entsprechenden Signale werden ausgesendet und sie werden natürlich empfangen. Das Kind hat keine Möglichkeit diese Signale zu verifizieren. Es hat nämlich keine anderen Quellen und kann Vergleiche nicht anstellen. Das kommt erst später.
Für das Kind ist die Familie der Hort und die Geborgenheit - trotz aller physischen und psychischen Schädigungen. Es hat keine Vorstellung davon, dass es anders sein könnte und auch nicht davon, dass es besser sein könnte und ihm die Familie einen Schaden zufügt. Das ist nicht nur bei sexuellem Missbrauch so.
Die Frage des sozialen Abstiegs stellt sich für Kinder nicht. Damit können sie gar nichts anfangen. Mal abgesehen davon, Du hast es ja auch in einer Klammer erwähnt, dass dies oft nicht mal mehr möglich ist.
Ich möchte auch noch mal darauf hinweisen, dass es nur sehr schwer möglich ist bei einem Kind einen Missbrauchsprozess überhaupt anzustrengen. In der Regel redet das Kind nämlich nicht. Ein Kind hat, und das ist ja nun schon unendlich beschrieben worden, nicht die Fähigkeiten Situationen und Geschehen einzuordnen. Mal abgesehen davon, dass es nicht dazu in der Lage ist die Sexualität von Erwachsenen zu begreifen. Wenn Du einer Vierjährigen erzählst, dass Du die Wand hochlaufen kannst, dann glaubt sie Dir das. Sie hat keine andere Wahl. Sie hat noch nicht die Instrumente um es zu verifizieren.

JexM hat folgendes geschrieben:

Bei einem vorurteilsfreien Umgang mit dem Thema muß das Kind aber keinen Vertrauensverlust erleiden, sondern sich lediglich eine eigene Meinung bilden und diese kommunizieren. Dabei müßte man es entsprechend unterstützen, aber das ist leider science fiction.


Hm, und da schleicht sich bei mir schon wieder ein Unbehagen ein.
Wo ist denn da der "vorurteilsfreie Umgang" der Pädophilen mit dem Thema?
Sie kommunizieren doch wohl ganz klar ihre Meinung und wollen zur Meinungsbildung beim Kind beitragen. Das ist für mich aber etwas anderes, als Kinder sich frei entwickeln zu lassen.
Und es ist in der Tat für die Kinder ein Vertrauensverlust, wenn sie merken, warum und wodurch auch immer, dass sie benutzt wurden.


angelwing
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ForumsTroll



Anmeldungsdatum: 16.03.2003
Beiträge: 844

BeitragVerfasst am: 22. Feb 2004, 00:44    Titel: Antworten mit Zitat

JexM hat folgendes geschrieben:
...
Über die Indiz- und Beweiswirkung verschiedener Beobachtungen brauchen wir nicht erneut zu streiten, Tatsache ist aber, daß ich nicht einfach verleumderische Behauptungen über eine Personengruppe aufgestellt habe, die jeder Faktengrundlage entbehren.


Ach, hat das Child Wise denn getan? Oder waren das nicht doch die Medien? Ich habe Äußerungen dazu gelesen, dass im Rahmen dieses durch die Studentenseite verursachten Berichtes, als das noch nicht geprüft war, von Sextourismus die Rede war - insofern von "Pädophilen", die dort Urlaub machen und man daher die Existenz einer verbrecherischen Gruppe für wahrscheinlich hält. Letztlich ist es aber sehr wohl ein Zeichen von Seriosität, wenn man eine derartig losgetretene Meldung schon zurücknimmt, bevor die Presse sich darauf stürzt und Druck macht.

Von mir aus können Sie sich also ja gerne erstmal über die Medien aufregen, aber nicht jede Kinderschutzgruppe gehört auf das Niveau von Pseudokinderschützern. Und ich halte auch herzlich wenig davon, wenn man seriöse Kinderschützer in deren Topf wirft und dann impliziert, der Kinderschutz sei gar nicht so wichtig, weil die Straftaten zu einem Großteil von Hysterikern hochgepuscht würden.
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JexM



Anmeldungsdatum: 15.03.2003
Beiträge: 403

BeitragVerfasst am: 22. Feb 2004, 16:42    Titel: Antworten mit Zitat

ForumsTroll hat folgendes geschrieben:

Ach, hat das Child Wise denn getan? Oder waren das nicht doch die Medien?

Hand in Hand. Child Wise hat im November eine erlogene Horrorstory präsentiert und diese -"hat ja keinen interessiert" (was ist das bitte für eine bescheuerte Begründung!) - erst einmal schön stehen lassen, bis die Medienmaschinerie dann doch angesprungen ist. Dann wurde ganz schnell dementiert, bevor der Käse etwa von den Offiziellen in Bali widerlegt werden konnte. Die Masche ist so billig und durchschaubar...

Die Medien haben das Ganze dann unter "Paedophile töten Kinder" verkauft, eine Überschrift, die nicht einmal dann zu akzeptieren wäre, wenn die Blödzeitung in Zukunft Mörder unter der Überschrift "Heterosexueller meuchelt wahllos Frauen" präsentieren würde, weil sie meistens einfach falsch ist, selbst dann wenn es überhaupt tote Kinder gibt.

Zitat:
Und ich halte auch herzlich wenig davon, wenn man seriöse Kinderschützer in deren Topf wirft und dann impliziert, der Kinderschutz sei gar nicht so wichtig, weil die Straftaten zu einem Großteil von Hysterikern hochgepuscht würden.

Momentan werfen sich die Kinderschützer de fakto selbst in den Topf, weil der seriöse Kinderschutz sich in der Öffentlichkeit vom unseriösen nahezu vollständig dominieren läßt, dieses Forum ist die einzige mir bekannte, wirkliche Ausnahme. Und zu dem zweiten Argument ist zu bemerken, daß Sie sich damit gefährlich in die Nähe der "ob ein oder 5000 Kinder ist mir egal, deshalb erzähle ich halt mal was von 5000 Kindern" Fanatiker bewegen. Wenn man die vorhandenen Fakten für "schlimm genug" hält, dann sollte man vielleicht die einmal kommunizieren, statt sich darauf zurück zu ziehen, es sei egal was erzählt werde, weil das Vorhandene das ohnehin rechtfertige. Vielleicht käme man dann nämlich nicht in die Situation, daß 1001 Deppenverein "Kinderpornos im Internet jagt", sondern daß das Geld vielleicht dann doch zur wirklichen Verbesserung der Lebensumstände von mißhandelten Kindern verwendet werden könnte.
_________________
Gruß
J|e|x|M
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JexM



Anmeldungsdatum: 15.03.2003
Beiträge: 403

BeitragVerfasst am: 22. Feb 2004, 18:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

angelwing hat folgendes geschrieben:

Kinder merken schon in sehr jungen Jahren was der Familie förderlich ist und was nicht. Die entsprechenden Signale werden ausgesendet und sie werden natürlich empfangen. Das Kind hat keine Möglichkeit diese Signale zu verifizieren. Es hat nämlich keine anderen Quellen und kann Vergleiche nicht anstellen. Das kommt erst später.
Für das Kind ist die Familie der Hort und die Geborgenheit - trotz aller physischen und psychischen Schädigungen.

Und deshalb wäre es wichtig, Kindern eine Alternative anzubieten, bei der die Familie erhalten bleibt und die Mißhandlung trotzdem beendet wird. Bei körperlichen Mißhandlungen geht das komischerweise bisweilen ganz gut...

Zitat:
Die Frage des sozialen Abstiegs stellt sich für Kinder nicht. Damit können sie gar nichts anfangen.

Die Gleichung "Vater [Hauptverdiener] weg = Kohle weg" versteht vielleicht ein vierjähriges Kind nicht. Eine durchschnittlich intelligente Neunjährige aber sehr wohl.

Zitat:
Ich möchte auch noch mal darauf hinweisen, dass es nur sehr schwer möglich ist bei einem Kind einen Missbrauchsprozess überhaupt anzustrengen. In der Regel redet das Kind nämlich nicht.

Über welchen Altersbereich schreibst Du? Das Schweigen einer vierjährigen dürfte nach meiner Einschätzung in der Regel andere Gründe haben, als das Schweigen einer zehnjährigen.

Zitat:

Hm, und da schleicht sich bei mir schon wieder ein Unbehagen ein.

Wo ist denn da der "vorurteilsfreie Umgang" der Pädophilen mit dem Thema?
Sie kommunizieren doch wohl ganz klar ihre Meinung und wollen zur Meinungsbildung beim Kind beitragen. Das ist für mich aber etwas anderes, als Kinder sich frei entwickeln zu lassen.

Ach, Gottchen wie furchtbar. Gut das "unsere Kinder" sonst von sämtlichen Einflüssen fern gehalten werden und in TabaTugaLand frei von Erwachsenen groß werden dürfen. Natürlich kann es nicht Aufgabe des konkreten Paedophilen sein, seine Freundin oder seinen Freund alleine aufzuklären.

Zitat:
Und es ist in der Tat für die Kinder ein Vertrauensverlust, wenn sie merken, warum und wodurch auch immer, dass sie benutzt wurden.
Entschuldige, aber dann bin ich wohl tatsächlich nur noch von schwerst Geschädigten umgeben, denn in der Welt in der ich lebe, werden Kinder -vollkommen legal- für alles Mögliche "benutzt", das fängt beim Rasenmähen an und endet noch lange nicht damit, daß Kinder häufig als Aushängeschilder ihrer Eltern her halten müssen, wenn die selbst leider nicht so viel anzubieten haben. Dagegen ist eine durchschnittliche Paedobeziehung noch immer direkt altruistisch.
_________________
Gruß
J|e|x|M
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ForumsTroll



Anmeldungsdatum: 16.03.2003
Beiträge: 844

BeitragVerfasst am: 23. Feb 2004, 13:04    Titel: Antworten mit Zitat

Na, ja - JexM. Der Punkt ist hier halt auch, dass Child Wise z.B. unter "Media Releases" nicht ein einziges Mal das Wort "pedophile" aufführt. Ich sehe bisher daher nach wie vor keine "kritische" Haltung gegenüber Kinderschutzgruppen bei Ihnen, sondern ebenfalls eine verbitterte Hysterie. Sonst wäre Ihnen das nämlich aufgefallen.

Was Ihren Spruch zur Familie betrifft: wie gesagt, in vielen Fällen bleibt die Familie zusammen. Wenn Sie sich jetzt speziell auf Inzest spezialisieren wollen, es gibt kaum Fälle echten, einvernehmlichen Inzests. Die Einvernehmlichkeit sehe ich bei Kindern ohnehin nicht gegeben - also schwenke ich mal auf das Problem des Inzests zwischen Erwachsenen und Schutzbefohlenen im jugendlichen Alter um. Und siehe da, was ist denn da genau in diesem Thread zu finden, wenn man weiter zurück geht:

http://troll-forum.de/Forum03/viewtopic.php?t=250&start=75#5488

JexM hat folgendes geschrieben:
Ach, Gottchen wie furchtbar. Gut das "unsere Kinder" sonst von sämtlichen Einflüssen fern gehalten werden und in TabaTugaLand frei von Erwachsenen groß werden dürfen. Natürlich kann es nicht Aufgabe des konkreten Paedophilen sein, seine Freundin oder seinen Freund alleine aufzuklären.


Ich denke, Sie haben es schon genau verstanden - es geht um die Beeinflussung. Wenn man sich mal ansieht, wie sehr viele Kinder in manchen Punkten ihren Eltern nach dem Mund reden, dann ist wohl klar, dass in dieser Phase sie auch einfach pädophilen Freunden nach dem Mund reden würden - wider besseres Wissen. Genau darum geht es ja.

JexM hat folgendes geschrieben:
Entschuldige, aber dann bin ich wohl tatsächlich nur noch von schwerst Geschädigten umgeben, denn in der Welt in der ich lebe, werden Kinder -vollkommen legal- für alles Mögliche "benutzt", das fängt beim Rasenmähen an und endet noch lange nicht damit, daß Kinder häufig als Aushängeschilder ihrer Eltern her halten müssen, wenn die selbst leider nicht so viel anzubieten haben. Dagegen ist eine durchschnittliche Paedobeziehung noch immer direkt altruistisch.


Die Logik ist ja interessant. Sie verweisen einfach darauf, dass es ja auch andere Wege gäbe, Kindern schlechte Bedingungen zu bereiten. Soll das jetzt heißen, dass Sie eine Pädobeziehung ohnehin auf derselben Stufe wie z.B. die Ausbeutung der arbeitenden Kinder zu Beginn des Industrialismus sehen würden? Das wäre ja mal ein Eingeständnis. Wink

Was den Altruismus betrifft, da könnte man mehr zu sagen, aber das überlasse ich der angesprochenen Person. Ich verweise Sie nur mal darauf, dass wenn das Kind in der Pubertät merkt, wie evtl. banal die Motivation für die Freundschaft war, es sich sehr wohl benutzt fühlen kann. Selbst wenn keine illegalen Aktivitäten stattgefunden haben. Und hier kommt auch noch hinzu, dass das schwer lösbare Konflikte sind. Wenn ein Kind von den Eltern ausgenutzt wird, dann erhält es dennoch das Vertrauen aufrecht, was in späteren Jahren nicht selten direkt in die Therapie führt, in der dann der Konflikt der verschiedenen Interpretationsweisen gelöst werden muss - nämlich dass der eine Partner opportunistisch agiert hat, während das Kind auf eine ehrliche Freundschaft gesetzt hat.
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staarmie
Gast





BeitragVerfasst am: 23. Feb 2004, 14:53    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn Sexualität eine banale Motivation für Freundschaft (oder Liebe?) ist, frage ich mal ganz ketzerisch in die Runde, was denn eine nichtbanale (und somit akzeptable?) Motivation wäre.
Und ob es für echte Liebe und echte Freundschaft immer nur eine einzige Motivation gibt, welche auch immer.
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ForumsTroll



Anmeldungsdatum: 16.03.2003
Beiträge: 844

BeitragVerfasst am: 23. Feb 2004, 16:23    Titel: Antworten mit Zitat

Nichtbanal wäre es wohl, wenn bei einer Freundschaft oder Liebe auch die Psyche der jeweils anderen Person eine ganz erhebliche Rolle spielt, und nicht nur, ob ihre Brustgröße Doppel-D ist. Wink
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JexM



Anmeldungsdatum: 15.03.2003
Beiträge: 403

BeitragVerfasst am: 24. Feb 2004, 00:46    Titel: Antworten mit Zitat

ForumsTroll hat folgendes geschrieben:
Na, ja - JexM. Der Punkt ist hier halt auch, dass Child Wise z.B. unter "Media Releases" nicht ein einziges Mal das Wort "pedophile" aufführt. Ich sehe bisher daher nach wie vor keine "kritische" Haltung gegenüber Kinderschutzgruppen bei Ihnen, sondern ebenfalls eine verbitterte Hysterie. Sonst wäre Ihnen das nämlich aufgefallen.

Das mir das aufgefallen ist, können sie daran ersehen, daß ich meine Veruteilung des Verhaltens von Child Wise und die Debatte über die Gruppenverhetzung durch einen Absatz getrennt habe. Es ändert nichts am durchschaubar schäbigen Vorgehen von den australischen Wannabes.

Zitat:
Was Ihren Spruch zur Familie betrifft: wie gesagt, in vielen Fällen bleibt die Familie zusammen. Wenn Sie sich jetzt speziell auf Inzest spezialisieren wollen, es gibt kaum Fälle echten, einvernehmlichen Inzests.

Weil mir das bekannt ist, diskutiere ich mit Angelwing darüber, ob es möglicherweise effektivere Wege gäbe, das Problem einzudämmen. Darauf bezog sich das Posting.

Zitat:
Die Logik ist ja interessant. Sie verweisen einfach darauf, dass es ja auch andere Wege gäbe, Kindern schlechte Bedingungen zu bereiten. Soll das jetzt heißen, dass Sie eine Pädobeziehung ohnehin auf derselben Stufe wie z.B. die Ausbeutung der arbeitenden Kinder zu Beginn des Industrialismus sehen würden? Das wäre ja mal ein Eingeständnis. ;)

Ich halte es -Stichwort Rasenmähen- nicht für verkehrt, Kindern altersentsprechend auch Aufgaben zu übertragen. Nur soll man dann bitteschön nicht so tun, als wüchsen Kinder im übrigen in Watte verpackt auf und nur diese pöhsen Perversen störten das Bild vom Garten Eden. Und einer Gesellschaft, die selbst Pflanzenschutzmittel an Kindern testen will, aber einen Herzkasper bekommt, wenn im Angesicht eines 13 jährigen möglicherweise sich jemand einen runter geholt hat, kann man nun wirklich jede moralische Berechtigung absprechen. Und diese Gesellschaft hat dann zumindest nicht das Recht, eine derartige Hysterie zu entfachen, wenn die Doppelstandarts so offensichtlich sind.

Zitat:
Ich verweise Sie nur mal darauf, dass wenn das Kind in der Pubertät merkt, wie evtl. banal die Motivation für die Freundschaft war, es sich sehr wohl benutzt fühlen kann.

Wenn Sie Liebe als banal empfinden, ist das ihr Problem. Wenn junge Menschen heute selbst nach einer vollkommen asexuell verlaufenen Freundschaftsbeziehung zu einem Älteren psychische Schwierigkeiten entwickeln sollten, so bin ich gewillt, das völlig unter Hysterieerscheinungen abzubuchen, denn davon findet sich in der Vorhysteriezeit nun überhaupt kein Zeugnis.

Zitat:
Nichtbanal wäre es wohl, wenn bei einer Freundschaft oder Liebe auch die Psyche der jeweils anderen Person eine ganz erhebliche Rolle spielt, und nicht nur, ob ihre Brustgröße Doppel-D ist

Wenn Sie Psyche durch Persönlichkeit ersetzen, haben Sie den paedophilen Normalfall. Natürlich sind Pervs nicht unbedingt bessere Menschen, allerdings haben sie den Vorteil, daß ihr Bild vom Idealpartner wesentlich weniger durch gesellschaftliche Konventionen geprägt, bzw. verfälscht ist. Ein Blick in englischsprachige Foren, wo derartige Themen viel eher als Politik behandelt werden, zeigt, daß die durchschnittliche Toleranzbreite bei körperlichen Vorlieben von Paedophilen viel breiter gestreut ist, als in der 90:60:90 Restgesellschaft.
_________________
Gruß
J|e|x|M
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ForumsTroll



Anmeldungsdatum: 16.03.2003
Beiträge: 844

BeitragVerfasst am: 24. Feb 2004, 04:46    Titel: Antworten mit Zitat

Vermutlich sehen Sie hinter dem Kinderschutzbund auch irgendwelche "Wannabes", dann können wir das Thema aber gleich abhaken. Es gilt das, was ich schon vorher gesagt habe, bei so wenig Differenzierung und soviel Polemik sind Sie für mich lediglich verbittert und auch gar nicht wirklich am Thema interessiert.

Was Ihre Theorie zu den Doppelstandards betrifft, den Fehler machen viele. Wenn ich auf ein weiteres Unrecht verweise, relativiere ich das andere nicht - sondern es kommt eines hinzu, um das man sich ebenfalls kümmern muss. Zudem ist Ihre Einschätzung polemisch vorweggenommen - Sie wissen nämlich nicht, wieviele Leute sich gegen Tests von Pflanzenschutzmitteln an Kindern dann mobilisieren würden, zudem es da um die USA geht. Wir leben aber hier nicht in einem Land, in dem das Entblößen einer weiblichen Brust im Vorprogramm einer Sportveranstaltung jemanden ernsthaft entrüsten würde. Also mischen Sie bitte nicht alles mögliche kreuz und quer übereinander.

Dass Sie spätere, aus einer asexuell verlaufenen Freundschaftsbeziehung entstandene Schwierigkeiten als Hysterieerscheinung abtun möchten, ist mir schon klar. Aber da kann man erstens die Eltern nennen, die unterhalten in der Regel asexuelle Freundschaftsbeziehungen zu den Kindern, dennoch gibt es etliches Material zur Komplexität dieser Konstellation. Und zweitens kann so etwas durchaus der Fall sein, auch ganz ohne Pädophilie übrigens.

Ich halte Liebe für absolut nicht banal, aber eine Beziehung lediglich auf Sexualität gründen zu wollen oder sie zum Kernthema zu erheben, das ist in der Tat banal.
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angelwing



Anmeldungsdatum: 14.11.2002
Beiträge: 11745

BeitragVerfasst am: 24. Feb 2004, 22:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo JexM.

JexM hat folgendes geschrieben:

Und deshalb wäre es wichtig, Kindern eine Alternative anzubieten, bei der die Familie erhalten bleibt und die Mißhandlung trotzdem beendet wird. Bei körperlichen Mißhandlungen geht das komischerweise bisweilen ganz gut...


Leider geht das auch in den Fällen nicht ganz gut. Und schlimm sieht es in den Fällen von Verwahrlosung aus. Die ist nämlich, ähnlich wie bei sexuellem Missbrauch, nicht unbedingt direkt bemerkbar. Wenn Kinder körperlich misshandelt werden, ist das schon auffälliger. Wenn man ihnen aber keine Chance der Entwicklung gibt ist das schon recht schwierig festzustellen und noch schwieriger die Misshandlung nachzuweisen.
Ich habe da gerade mal wieder so einen Fall der in genau diesen Grenzbereich reinfällt.

JexM hat folgendes geschrieben:

Die Gleichung "Vater [Hauptverdiener] weg = Kohle weg" versteht vielleicht ein vierjähriges Kind nicht. Eine durchschnittlich intelligente Neunjährige aber sehr wohl.


Das steht aber bei den Kindern, egal ob vier oder neun Jahre alt, nicht im Vordergrund. Es geht da mehr um die emotionale Situation. Sie haben Angst ihren sozialen Bezugspunkt zu verlieren und wissen nicht, was danach kommt. Ausserdem erleben sie in der Familie nicht nur schlimme Sachen. Sie ist für sie der Lebensmittelpunkt und sie erfahren dort auch emotionale Zuwendung und sie können sich eine andere Welt nicht vorstellen.

JexM hat folgendes geschrieben:

Über welchen Altersbereich schreibst Du? Das Schweigen einer vierjährigen dürfte nach meiner Einschätzung in der Regel andere Gründe haben, als das Schweigen einer zehnjährigen.


Die Gründe sind immer die Gleichen. Angst vor dem Verlust der vertrauten Umgebung. Angst die "Liebe" des Vaters oder der Mutter zu verlieren.
Kinder sind weder mit vier noch mit zehn Jahren selbständig. Sie sind auf die Familie angewiesen.

JexM hat folgendes geschrieben:

Ach, Gottchen wie furchtbar. Gut das "unsere Kinder" sonst von sämtlichen Einflüssen fern gehalten werden und in TabaTugaLand frei von Erwachsenen groß werden dürfen. Natürlich kann es nicht Aufgabe des konkreten Paedophilen sein, seine Freundin oder seinen Freund alleine aufzuklären.


"Unsere" Kinder werden von gar keinen Einflüssen fern gehalten. Und Aufklärung findet auch heute nicht allein in der Familie statt. Aufklärung heisst für mich aber nicht, dass Hand an die Kinder gelegt wird. Sie sollen, altersgerecht, wissen was sich abspielt und selber erkunden. Dazu brauchen sie keine Erwachsenen. Und auch keinen pädophilen Freund. Ich habe noch kein Kind erlebt, auch behinderte Kinder, die ihre Sexualität nicht ganz alleine kennengelernt haben.

JexM hat folgendes geschrieben:

Entschuldige, aber dann bin ich wohl tatsächlich nur noch von schwerst Geschädigten umgeben, denn in der Welt in der ich lebe, werden Kinder -vollkommen legal- für alles Mögliche "benutzt", das fängt beim Rasenmähen an und endet noch lange nicht damit, daß Kinder häufig als Aushängeschilder ihrer Eltern her halten müssen, wenn die selbst leider nicht so viel anzubieten haben. Dagegen ist eine durchschnittliche Paedobeziehung noch immer direkt altruistisch.


Ein Missbrauch lässt sich nicht dadurch relativieren indem man schlimme oder schlimmere Situationen darstellt. Solche Beispiele werden immer wieder gerne dann herangezogen, wenn man sein eigenes Handeln (damit meine ich nicht Dich persönlich) rechtfertigen will. Ich kann aber ein Unglück nicht dadurch besser machen, indem ich ein noch grösseres darstelle. Ich muss schon konsequent erklären warum es gut ist, was ich mache.

Und jetzt, wie schon von ForumsTroll angekündigt (er kennt meine Meinung zum Altruismus Wink ) , mal was zum Altruismus:
Es gibt für mich keinen Altruismus. Das ist eine Wortschöpfung die völlig neben der Spur ist. Kein Mensch macht irgend etwas aus dem er keinen Nutzen zieht. Der Nutzen stellt sich nicht immer so in direkter Folge dar. Aber auch die "grünen Tanten" im Krankenhaus sind nicht altruistisch dort tätig. Sie ziehen für sich eine Befriedigung daraus. Und das sehe ich bei den Pädos nicht anders. Jedenfalls bei den Pädos die Du gerade meinst. (Es soll ja auch andere geben. Wink ) Also das mit dem Altruismus lassen wir mal lieber. Das kann mir nämlich niemand erzählen.


angelwing
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